Freiraumentwicklungskonzept – Zwischenstand: 20.04.2021:

„Attraktivierung der Frankfurter Straße schreitet weiter voran“

Zweiter Bauabschnitt hat in der Wiesengasse begonnen

Seit Montag, den 12. April, ist die ausführende Baufirma „Schütz“ in der Wiesengasse tätig. Damit begann der zweite Bauabschnitt der Attraktivierung der Frankfurter Straße nun offiziell. Nach der Baustelleneinrichtung und ersten Arbeiten fand am Montag, den 19. April die erste Baustellenbesprechung unter Leitung des städtischen Projektverantwortlichen und Fachdienstleiter Infrastruktur Kanal und Straße, Matthias Bremer, statt.

Unter der Bahnbrücke ist die Wiesengasse bereits aufgerissen und die Leitungen sind freigelegt. Die erste Kolonne der ausführenden Baufirma „Schütz“ reißt von dort kommend Stück für Stück die alte Straßendecke auf und bereitet den Tiefbau vor. Nun wurden die Fortschritte in der ersten Baubesprechung vor Ort erörtert. „Die Baubesprechungen sind ein zentraler Bestandteil solcher Baumaßnahmen, da alle Beteiligten einmal wöchentlich zusammenkommen, um sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen. Die erste Woche des zweiten Bauabschnitts verlief demnach wie geplant und dem weiteren Verlauf sehen wir positiv entgegen“, erklärt hierzu Matthias Bremer.

Dem Baustart in der Wiesengasse folgt in den kommenden Wochen der Start in der Hasengasse, beziehungsweise der Schmiedsgasse. Die Stichstraßen werden von zwei gleichzeitig agierenden Kolonnen bearbeitet und sollen im Sommer fertiggestellt sein. 

Sowohl in der Wiesengasse als auch in der Hasen- und in der Schmiedsgasse werden Gas-, Wasser- und Stromleitungen seitens der Stadtwerke Bad Vilbel neu verlegt, sodass am Ende der Maßnahme nicht nur eine neue Straßendecke vorhanden sein wird, sondern auch neue Leitungen. „Die Anwohnerinnen und Anwohner erhalten nigelnagelneue Straßen, was die komplette Umgebung noch einmal aufwerten wird. Dafür arbeiten zeitgleich zwei Kolonnen, um einen reibungslosen Ablauf darstellen zu können“, so Bremer abschließend.

Matthias Bremer schaute sich vor Ort in der Wiesengasse den Baufortschritt der ersten Woche an.

Freiraumentwicklungskonzept – Zwischenstand: 24.03.2021:

„Eine Baumaßnahme ist mehr als die Baustelle am Ort des Geschehens“

Interview mit dem Fachdienstleiter Infrastruktur Kanal und Straße, Matthias Bremer

In einer kleinen Serie möchten wir fortan die Attraktivierung der Frankfurter Straße näher beleuchten. Welche Maßnahmen wurden bereits getätigt? Welche Abschnitte stehen an? Was genau verändert sich? Wie läuft die Arbeit im Hintergrund ab? Diese und weitere Fragen werden wir in der Serie beantworten, die Cross Media geschaltet wird. Pressemitteilungen, Interviews sowie Videos und Bilder in den sozialen Netzwerken werden die Serie transportieren. Heute geht es weiter mit einem Interview mit dem Fachdienstleiter Infrastruktur Kanal und Straße, Matthias Bremer, der auch Projektverantwortlicher für die Maßnahme zur Attraktivierung der Frankfurter Straße ist.

Hallo Herr Bremer, vielen Dank, dass Sie uns heute ein paar Einblicke in Ihre Arbeit gewähren. Sie sind Projektverantwortlicher für die Attraktivierung der Frankfurter Straße, was genau heißt das für Sie?

Bremer:

Erst einmal sehr gerne. Ich freue mich, dass ich hierdurch die Möglichkeit habe, den Verlauf einer Baumaßnahme einmal zu skizzieren. Die Bürgerinnen und Bürger bekommen von einer solchen Maßnahme ja vor allem nur die reine Baustelle mit. Dabei steckt viel mehr dahinter. Eine Baumaßnahme ist mehr als die Baustelle am Ort des Geschehens. Und genau da komme ich als Projektverantwortlicher ins Spiel. Meine Aufgabe ist es, im Vorfeld die Maßnahme zu planen, sie zu strukturieren, Gespräche zu führen, Ausschreibungen anzufertigen und den Verlauf der Maßnahme so zu organisieren, dass mit Beginn der Arbeiten vor Ort alles möglichst nach Plan laufen kann.

Jetzt stehen wir kurz vor Beginn des zweiten Bauabschnitts in der Frankfurter Straße. Wann genau begannen denn die Vorbereitungen für diese Maßnahme?

Man muss hierbei ja immer sagen, dass die Gesamtplanung sich auf alle drei Abschnitte bezog. Wir aber aus logistischen Gründen und um die Einschränkungen und Belastungen für Anwohner und Gewerbetreibende besser steuern zu können, uns entschieden haben, eben in drei Abschnitten nacheinander zu bauen. Mit den Vorbereitungen haben wir bereit im Jahr 2018 begonnen, das heißt für uns läuft diese Maßnahme bereits seit gut drei Jahren. Es begann mit der Aufstellung eines Konzepts für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Frankfurter Straße, welches bekanntlich unter Einbindung der Öffentlichkeit und der Politik vollzogen wurde. Draus wurde dann die Planungsaufgabe beschrieben, also die Herstellung von Plätzen, die Möblierung, die Auswahl der Pflaster für Straße und Gehwege und die Einbindung des Elements Wasser.

Damit hatten Sie dann also Ihren konkreten Auftrag. Was geschah dann zwischen 2018 und dem ersten Bauabschnitt im Jahr 2020?

Ganz profan geht es erst einmal mit einer Kostenermittlung los. Dafür sind wir beispielsweise in Nachbarkommunen gefahren, um dort Pflastermuster zu begutachten und nach Erfahrungen mit dem Untergrund zu fragen. Wir haben dann entsprechend Angebote eruiert und somit einen ersten Kostenplan erstellen können. Im Anschluss mussten wir Haushaltsmitteln anmelden, damit wir die Maßnahme überhaupt auch bezahlen können. Nahezu zeitgleich haben wir Förderanträge gestellt, um möglichst viele Zuschüsse für die Maßnahme zu erhalten. Zudem gehört auch immer eine Abstimmung mit den Versorgungsunternehmen dazu, also beispielsweise mit den Stadtwerken, die hier Leitungen verlegt haben oder mit der Telekom. Denn, wenn wir schon einmal an die Straßen gehen, ergibt es bekanntlich viel Sinn, dass dann auch im Tiefbau gearbeitet wird, damit die Straße nicht kurze Zeit später wieder geöffnet werden muss.

Das alles passiert, bevor auch nur ein Stein bewegt oder ein Werkzeug genutzt wurde. Kann dann der Bau beginnen?

Das stimmt, das alles sind notwendige Vorarbeiten, bevor überhaupt an einen Baustart gedacht werden kann, aber selbst danach kann die Baumaßnahme noch nicht begonnen werden, denn jetzt geht es an die Ausschreibung und Vergabe der Planungsleistung, sprich wir veröffentlichen eine Ausschreibung, in der die Maßnahme beschrieben wird und suchen ein Planungsbüro, das Pläne erstellt und Bedarfe ermittelt. Wenn die Planungsleistung dann vergeben ist, die Planungsentwürfe erarbeitet wurden, werden diese dann mit einer Vielzahl von Akteuren abgestimmt.

Und auch dann heißt es nicht, dass die Baumaßnahme beginnen kann?

Ganz genau, auch dann sind wir noch ein gutes Stück von der Baumaßnahme entfernt. Nun wird nämlich erst einmal das Konzept für die Maßnahme bestimmt. In diesem Fall heißt das, die Festlegung auf Bauabschnitte, die Entwicklung des Baukonzepts, eine erste sehr grobe Bauzeitenplanung, die Absprache mit der Straßenverkehrsbehörde zur Verkehrslenkung und damit einhergehende Sperrungen oder Änderungen in der Verkehrsführung.

Wir merken schon, das sind einige Schritte, bevor ein Bagger einen ersten Stich macht. Wie geht es weiter?

Jetzt kommen wir dem Baubeginn deutlich näher, denn nun geht es an die Aufstellung eines Leistungsverzeichnisses, das wir für die Ausschreibung und Vergabe der eigentlichen Bauleistung benötigen. In diesem Leistungsverzeichnis wird detailliert dargelegt, welche Leistungen von der ausführenden Firma in welchem Umfang zu erledigen sind. Ist diese Ausschreibung veröffentlicht, können interessierte Firmen darauf ein Angebot bis zu einem festgelegten Termin abgeben. An diesem Termin werden alle eingegangenen Angebote geöffnet, die sogenannte Submission. Danach werden diese Angebote geprüft und bewertet. Am Ende erhält das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag und das Vergabeverfahren ist damit abgeschlossen. Die Baufirma beginnt dann mit den Bauvorbereitungen und wir sind kurz vor dem tatsächlichen Baubeginn.

Dieser Baubeginn für den zweiten Bauabschnitt steht ja nun kurz bevor. Damit ist Ihre Arbeit aber auch nicht getan, oder?

Ganz und gar nicht. Jetzt geht es, wenn man so will, in die „heiße Phase“. Nicht nur die eigentliche Baumaßnahme muss durchgeführt werden, sondern für uns geht es darum, die Öffentlichkeit entsprechend zu unterrichten. Das funktioniert über die Serie, die wir hier seit einigen Wochen aufgelegt haben, aber auch ganz direkt in Bürgergesprächen. So wollen wir beispielsweise wieder auf die bewährte Form der Baustellenbesprechung mit Bürgergespräch zurückgreifen. Wie diese vonstattengehen kann, werden wir pandemiebedingt noch eruieren, aber wir möchten sie gern anbieten. Ja und dann, wenn der zweite Bauabschnitt läuft, geht es natürlich für uns schon wieder an die Vorarbeiten für den dritten Bauabschnitt, bei welchen sich die genannten Punkte dann eben wiederholen.

Können Sie denn in etwa abschätzen, wie sich das zeitlich aufteilen lässt? Also wie hoch ist der Vorbereitungsanteil und wie hoch ist der Anteil der eigentlichen Maßnahme?

Das lässt sich schwer konkret aufteilen, da vieles ja parallel zueinander läuft und während der Durchführung eines Abschnitts die Planung für den nächsten Abschnitt vorangetrieben wird. Aber ganz grob kann man schon sagen, dass die für alle Bürger sichtbare Maßnahme und die Vorbereitungen, die im Hintergrund und nicht öffentlich wahrnehmbar laufen, jeweils gut die Hälfte der Gesamtmaßnahme ausmachen dürften.

Herr Bremer, vielen Dank für diesen spannenden Einblick in Ihre Arbeit und viel Erfolg bei der Durchführung der Baumaßnahme.

Vielen Dank und auf eine gute Maßnahme.

Matthias Bremer hat alles im Blick und das schon lange bevor die Baumaßnahme beginnt.

 

 

„Attraktivierung der Frankfurter Straße geht weiter“

Vorstellung des zweiten Bauabschnitts

Die Ausschreibung für den zweiten Bauabschnitt ist beendet, derzeit werden die Angebote geprüft und der Zuschlag an die Firma mit dem wirtschaftlichsten Angebot erteilt. Doch was wird diese Firma im zweiten Bauabschnitt dann umsetzen? Eine ganze Menge wird das sein, wie der Fachbereichsleiter Technische Dienste/Bauwesen, Bernd Marquordt, der Fachdienstleiter Infrastruktur Kanal und Straße und Verantwortliche für die Gesamtmaßnahme, Matthias Bremer, sowie Erster Stadtrat Sebastian Wysocki zu berichten wissen.

„Der zweite Bauabschnitt ist noch einmal in drei Unterabschnitte aufgeteilt. Beginnen werden wir mit der Wiesengasse sowie der Hasengasse und der Schmiedsgasse. Hierfür wird die ausführende Firma mit zwei Kolonnen arbeiten, wovon eine in der Wiesengasse tätig ist und die andere die Hasengasse und die Schmiedsgasse bearbeitet“, erläutert Bernd Marquordt das grundsätzliche Vorgehen. Dieser erste Unterabschnitt soll voraussichtlich Mitte April starten und wird sich bis in die Sommerferien erstrecken.

Danach sollen in der Baugasse und dem Grünen Weg die jeweils oberen Bereiche gestaltet werden. „Im ersten Bauabschnitt haben wir hier die Plätze an den Einmündungen zur Frankfurter Straße sowie den direkt anschließenden Straßenbereich gestaltet. Im zweiten Unterabschnitt des zweiten Bauabschnitts werden die beiden Straßen abgeschlossen und ein Teil der Frankfurter Straße, die sich an den Grünen Weg anschließt ebenfalls bearbeitet“, führt Matthias Bremer, der Verantwortliche für die Gesamtmaßnahme aus. Sobald der erste Teilabschnitt fertig ist, wird es an diese Bereiche gehen. Im Laufe der Herbstferien soll dieser Unterabschnitt abgeschlossen sein.

Insbesondere im ersten Teilabschnitt wird es zu Einschränkungen für die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Anlieger in den Stichstraßen kommen. „Natürlich werden wir versuchen, diese so gering wie möglich zu halten. Da bei der Maßnahme jedoch auch Versorgungsleitungen von den Stadtwerken Bad Vilbel erneuert werden, ist eine Vollsperrung der Stichwege unausweichlich“, geben Marquordt und Bremer zu bedenken.

Wenn die Herbstferien dann beendet sind, wird der letzte Unterabschnitt des zweiten Bauabschnitts begonnen. Dies wird der Bereich am und um den Marktplatz sein. „Das ist sicher ein sehr sensibler Bereich, da er exponiert ist. Wir haben uns entschieden, diesen Bereich erst im Herbst anzugehen, um den Gastronomen und Einzelhändlern am und um den Marktplatz eine möglichst lange Saison im Frühjahr und Sommer zu ermöglichen“, erläutert Erster Stadtrat Sebastian Wysocki diese Ansetzung.

Die gesamte Maßnahme wird auch stets vom Baustellenmarketing begleitet, das im vergangenen Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feierte. Der Vorsitzende des Stadtmarketingvereins, Kurt Liebermeister, der auch das Baustellenmarketing leitet, freut sich, dass auch diese Maßnahme zwischen der Stadt, dem Baustellenmarketing und der ausführenden Firma gut abgesprochen wird und somit konstruktiv öffentlich begleitet werden kann.

 

 

Freiraumentwicklungskonzept – Zwischenstand: 08.02.2021:

„Attraktivierung“ der Frankfurter Straße durch „Lebendige Zentren“

Erster Bauabschnitt im Jahr 2020 erfolgreich fertiggestellt

Man kann die Attraktivierungsarbeiten an der Frankfurter Straße durchaus als eine Art Operation am offenen Herzen der Stadt bezeichnen. Unter laufendem Betrieb sollen die drei Bauabschnitte durchgeführt werden. Das heißt, dass es maximal zu kurzzeitigen Vollsperrungen kommt, der Verkehr jedoch niemals über längere Zeit aus der Frankfurter Straße herausgehalten wird. Dies bedarf einer detaillierten Planung und einer feinabgestimmten Durchführung. Wie das gelingen kann, zeigt der erste Bauabschnitt, der im Jahr 2020 fertiggestellt wurde. „Die Attraktivierung der Frankfurter Straße war stets ein zentraler Baustein der Hessentagsprojekte. Durch das Förderprogramm ‚Lebendige Zentren in Hessen‘ konnten wir einen Prozess starten, der nicht nur eine breite Beteiligung ermöglichte, sondern auch dank Fördergelder und Konzipierung mehr als eine reine Modernisierung der Straße ist. Im vergangenen Jahr haben wir den ersten Bauabschnitt abgeschlossen, sodass für alle Bad Vilbelerinnen und Bad Vilbeler ersichtlich ist, wie die Frankfurter Straße nach Beendigung der Gesamtmaßnahme einmal aussehen wird“, erklärt hierzu Erster Stadtrat Sebastian Wysocki.

 

Im ersten Bauabschnitt wurden die untere Baugasse, die Schützenhofstraße sowie der untere Grüne Weg neugestaltet. An der Baugasse und am Grünen Weg sind im Zuge dieser Neugestaltung auch attraktive Plätze entstanden, die die Aufenthaltsqualität an diesen Orten deutlich erhöhen. „Insbesondere im Bereich des Grünen Wegs war die Maßnahme durchaus kompliziert, denn hier inmitten der Frankfurter Straße mussten wir den Bereich temporär vollsperren. Dank der guten Arbeit der ausführenden Firma und unserer punktgenauen Vorbereitungen konnten wir diese Zeit nicht nur auf ein Minimum reduzieren, sondern waren sogar früher als geplant fertig“, berichtet der Fachdienstleiter Infrastruktur Kanal und Straße, Matthias Bremer, der für die Maßnahme zuständig ist.

Mit Sitzgelegenheiten und der Einbindung des Elementes Wasser haben die Plätze am Grünen Weg und der Baugasse ein neues Flair entwickelt. Insbesondere am Grünen Weg wurde dieses im vergangenen Sommer und Frühherbst auch gern und ausgiebig genutzt. „Wir haben aber nicht nur die neuen Plätze geschaffen, sondern auch den Bodenbelag auf den Gehwegen und der Straße erneuert. Damit erreichen wir nicht nur ein attraktiveres Erscheinungsbild, wir schaffen auch Unebenheiten und damit sogenannte Stolperfallen ab. Auch dies ist ein wichtiger Teil der Gesamtmaßnahme“, führt Bremer weiter aus.

„Der erste Bauabschnitt ist uns technisch und zeitlich sehr gut gelungen. Dafür bedanke ich mich bei der ausführenden Baufirma, aber auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des zuständigen städtischen Fachdienstes Infrastruktur Kanal und Straße. Die Gesamtmaßnahme ist natürlich im Fokus der Öffentlichkeit und daher ist es schön, dass der erste der drei Bauabschnitte dermaßen reibungslos verlaufen ist“, so Erster Stadtrat Wysocki abschließend.

Bad Vilbel 08.02.2021

 

Freiraumentwicklungskonzept – Zwischenstand: 21.08.2020:

Bad Vilbel wird attraktiver!

Erster Stadtrat Sebastian Wysocki zu Planungsabschnitt 2 des Freiraumentwicklungskonzepts:

 

Freiraumentwicklungskonzept – Zwischenstand: 17.06.2020:

Grüner Weg ist ab sofort Einbahnstraße

Verringerung der Fahrbahnbreite führt zu Veränderung

Im Zuge der Maßnahmen zum Freiraumentwicklungskonzept wurde nicht nur der Ein-mündungsbereich der Frankfurter Straße zum Grünen Weg neugestaltet. Vielmehr erhielt auch der Grüne Weg selbst eine Neugestaltung der Fahrbahn sowie einen Platz, der die Aufenthaltsqualität in diesem Bereich steigern soll. Da sich dadurch die Fahrbahnbreite verringert, ist ein Zweirichtungsverkehr nicht mehr möglich. Ab sofort ist der Grüne Weg daher eine Einbahnstraße in Richtung Christuskirche, also von der Frankfurter Straße kommend. Fahrradfahrer dürfen hier jedoch weiterhin auch entgegen der Einbahnstraßenrichtung fahren.

„Das Ziel des Freiraumentwicklungskonzeptes ist es, die Aufenthaltsqualität in der Frankfurter Straße und den Stichwegen sowie an der Nidda zu erhöhen. Hierfür werden in Einmündungsbereichen neue Plätze geschaffen, wie zum Beispiel am Grünen Weg. In diesem Bereich ist dadurch die Fahrbahnbreite deutlich geringer als zuvor, weshalb mit der Maßnahme auch eine verkehrliche Änderung einhergehen muss“, erklärt hierzu Erster Stadtrat Sebastian Wysocki. Fortan wird man nur noch von der Frankfurter Straße auf den Grünen Weg abbiegen und in Richtung Christuskirche fahren können. 

Von Seiten der Stadt war der Begegnungsverkehr im Platzbereich an der Einmündung der Frankfurter Straße zum Grünen Weg im Zuge der Neuanlage nicht mehr gewollt, um insbesondere die Verkehrssicherheit der Fußgänger nicht zu gefährden.

„Die Änderung betrifft vor allem die Anwohner, die in dem Teil wohnen, der nun zur Ein-bahnstraße wird. Alle anderen Anwohner des Grünen Wegs konnten durch die hier geltenden Fahrtrichtungsvorgaben ohnehin nur über den Erzweg fahren“, weist Wysocki darauf hin, dass sich die grundsätzliche Verkehrsführung nur für einen Teil der Anwohner ändert.

Bei der Stadt Bad Vilbel gehe man aber auch davon aus, dass dies zu einer Verringerung des Verkehrs in diesem Teil führen wird, was der Aufenthaltsqualität sicherlich zuträglich sein werde. „Auch wenn jede Änderung im Straßenverkehr zunächst Zeit braucht, damit sich alle Beteiligten daran gewöhnen, gehen wir davon aus, dass diese Änderung keine allzu großen Einschränkungen nach sich ziehen wird“, so Wysocki abschließend.

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Freiraumentwicklungskonzept – Zwischenstand: 02.04.2020:

Vollsperrung der Frankfurter Straße wird vorgezogen

Vom 14. bis 25. April Vollsperrung im Bereich Grüner Weg

Derzeit wird an vielen Stellen der Frankfurter Straße am Freirauentwicklungskonzept gearbeitet. An der Baugasse entsteht ein neuer Platz. Ebenfalls wird an der Einmündung zum Grünen Weg ein Platz entstehen. Die Straße selbst sowie die Schützenhofstraße werden zudem neu gepflastert. Um den Bauprozess nun weiter voranzutreiben, wird die Frankfurter Straße im Bereich des Grünen Wegs zwischen dem 14. und dem 25. April voll gesperrt. In Teilen wird dafür die Einbahnstraßenregelung aufgehoben.

„Mit der ausführenden Baufirma konnten wir eine Regelung finden, die den Anwohnern und Gewerbetreibenden in der Frankfurter Straße entgegenkommen wird. Um die Belastungen hier so gering wie möglich zu halten, ziehen wir die geplante Vollsperrung des Bereichs vor, da derzeit ohnehin entsprechende Einschränkungen verordnet sind“, erklärt Erster Stadtrat Sebastian Wysocki, der sich bei der ausführenden Firma bedankt, dass sie diesem Wunsch der Stadt nachkommt. Das gesamte Freiraumentwicklungskonzept komme gut voran. Man sehe in weiten Teilen bereits jetzt, wie schön der gesamte innenstädtische Bereich einmal aussehen wird. „Es ist bereits deutlich zu erahnen, wie hoch die Aufenthaltsqualität hier sein wird, wenn die Gesamtmaßnahme abgeschlossen ist“, freut sich Wysocki über den Fortschritt.

Der Grüne Weg ist bereits in großen Teilen neu gepflastert. Man sieht schon jetzt, wie die Stichstraßen zur Frankfurter Straße einmal aussehen werden. Da hier ein neuer Platz entsteht und die Pflasterung in diesem Einmündungs- und Straßenbereich durch ein spezielles Verfahren getätigt werden muss, bedarf es einer Vollsperrung. Sogenannter Drainbeton muss unter der Pflasterung ausgebracht werden. Dieser benötigt Trockenzeit, weshalb eine Sperrung notwendig wird. „Zuvor müssen wir noch den jetzigen Fahrbahnbestand entfernen, da der Zustand so nicht länger haltbar gewesen wäre“, erläutert der Fachdienstleiter Infrastruktur Kanal und Straße, Matthias Bremer, die technischen Details.

Um den Verkehr auf der Frankfurter Straße für Anlieger und Anrainer zu gewährleisten wird die Einbahnstraßenregelung zwischen der Albanusstraße und dem Baufeld sowie zwischen dem Baufeld und dem Erzweg für die Dauer der Vollsperrung aufgehoben. Im Bereich zwischen der Albanusstraße und dem Wasserweg wird der Verkehr durch eine mobile Lichtsignalanlage geregelt. „Durch die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung während der Vollsperrung wird die Frankfurter Straße in den genannten Bereichen beidseitig befahrbar. Damit gewährleisten wir auch, dass die Zufahrt zur Tiefgarage am Niddaplatz jederzeit möglich ist“, beschreibt Wysocki die verkehrlichen Folgen der Maßnahme. Während der Vollsperrung gilt weiterhin das Durchfahrtsverbot für LKWs in der Frankfurter Straße. Dies einzuhalten, wird noch wichtiger, da es keinerlei Wendemöglichkeiten für LKWs geben wird. Die Anwohner und Gewerbetreibenden in den genannten Bereichen werden zudem durch ein Anschreiben auch persönlich informiert.

„Wichtig ist uns, dass auch während der Maßnahme und der Vollsperrung alle Anwohner sowie die Gewerbetreibenden und Gastronomen erreicht werden können. Die fußläufigen Verbindungen bleiben bestehen, sodass beispielsweise die derzeit vorhandenen Liefer- und Abholservices erreichbar bleiben“, führt Wysocki weiter aus und ermutigt alle Bad Vilbelerinnen und Bad Vilbeler die hier ansässigen Läden weiterhin zu unterstützen. „Wir ziehen die Vollsperrung extra vor, damit alle Läden, die jetzt bereits Einschränkungen haben, nicht mit neuen und weiteren Einschränkungen zu einem späteren Zeitpunkt zu kämpfen haben. Die Baustelle ist jedoch so angelegt, dass die Läden erreichbar sind“, so Wysocki.

Für die Zeit der Maßnahme bittet der Erste Stadtrat zudem den Paragraph eins der Straßenverkehrsordnung noch stärker zu beachten. „Die gegenseitige Achtung und Rücksichtnahme ist in Zeiten von Sondersituationen im Verkehr noch wichtiger. Da sich durch die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung teilweise neue und ungewohnte Wege und Verbindungen ergeben, bitte ich alle Verkehrsteilnehmer dies besonders zu beachten“, so Wysocki abschließend.

 

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Freiraumentwicklungskonzept – Zwischenstand: 31.03.2020:

Marktpavillon wird fit für höhere Frequentierung gemacht

Räumliche Trennung, mehr öffentliche Toiletten und Fassadenarbeiten

Nicht nur entlang der Frankfurter Straße wird im Zuge des Freiraumentwicklungskonzepts derzeit viel für die künftige Gestaltung der Innenstadt Bad Vilbels gearbeitet. Auch im Kur- und Burgpark gab und gibt es entsprechende Maßnahmen. Darüber hinaus wird zurzeit der Marktpavillon fit für eine höhere Frequentierung auch außerhalb der Marktzeiten gemacht. Noch im Juni sollen alle Maßnahmen fertiggestellt werden. Insgesamt investiert die Stadt hier rund 270.000 Euro.

Der Marktpavillon bietet unterschiedlichen Nutzern und Nutzungen Platz. So sind hier das Vereinsheim der Stadtkapelle und die Rock Akademie der Musikschule untergebracht. Während des Bad Vilbeler Markts haben die Marktmeister hier ihr Büro und auch die Sanitätskräfte sind dann im Marktpavillon untergebracht. Zum Pavillon gehört zudem eine Toilettenanlage. „Der Marktpavillon erfüllt viele Zwecke und ist für alle Bad Vilbelerinnen und Bad Vilbeler ein Begriff. Für die künftigen Nutzungen wird dieser derzeit saniert und modernisiert. Künftig werden wir hier eine dauerhaft öffentliche Toilettenanlage vorfinden, die aufgrund ihrer Nähe zum geplanten Wasserspielplatz und zum Niddaradweg von vielen Menschen genutzt werden wird“, erklärt hierzu Erster Stadtrat und Baudezernent Sebastian Wysocki.

Die neue dauerhaft öffentliche Toilettenanlage wird über je ein WC für Damen und Herren sowie eine Behindertentoilette verfügen. Während der Zeit des Bad Vilbeler Markts steht zudem dann auch noch die komplette Anzahl der Toilettenkabinen zur Verfügung, also sechs weitere WCs für Damen und Herren sowie sechs Urinale. „Der Basketballplatz sowie die Skateranlage in der Mulde sind stets gut besucht, der geplante Generationenpark mit Wasserspielplatz an dieser Stelle wird die Frequentierung noch einmal erhöhen. Es ist daher unabdingbar an dieser Stelle der Stadt auch eine öffentliche Toilettenanlage vorzuhalten“, führt Wysocki weiter aus.

Doch die Sanierung des Marktpavillons betrifft nicht nur die sanitären Anlagen. Die ver-schiedenen Nutzungsmöglichkeiten werden künftig strikter voneinander getrennt, um eine gleichzeitige und vor allem unabhängigere Nutzung zu ermöglichen. An der Fassade werden Ausbesserungen vorgenommen und sie erhält einen neuen Anstrich, zudem werden die Fenster ausgetauscht. „Des Weiteren erfüllen wir durch die Sanierung auch brandschutztechnische Auflagen und wir schaffen die Voraussetzung für die Bereitstellung von öffentlich nutzbaren WLan an dieser Stelle“, gibt der Erste Stadtrat bekannt.

Die komplette Maßnahme soll bis Ende Juni abgeschlossen sein. Vorgesehen war, dass der Marktpavillon auch während des Hessentags genutzt wird, von daher habe man den straffen Zeitplan vorgegeben, der bislang auch eingehalten wurde. „Auch diese Maßnahme zeigt, dass trotz Absage des Hessentags die Investitionen und Maßnahmen, die durch den Hessentag angestoßen wurden, nach und nach umgesetzt werden und unsere Stadt trotz der bedauerlichen Absage nachhaltig von diesem Investitionsprogramm für den Hessentag profitiert“, so Wysocki abschließend.

 

Freiraumentwicklungskonzept – Zwischenstand: 06.03.2020:

Baugasse wird umgestaltet und erhält neues Erscheinungsbild

Feuerwehrzufahrt während Maßnahme gewährleistet

Im Zuge des Freiraumentwicklungskonzepts sollen im ersten Schritt die Schützenhofstraße neu gestaltet und zwei Plätze für mehr Aufenthaltsqualität hergestellt werden. Die Arbeiten an der Straße und am Grünen Weg sind bereits im vollen Gange. Nun wird auch die Umgestaltung der Baugasse begonnen. Ab Montag, den 9. März rollen hier die Bagger.

Schon heute steht an der Ecke Baugasse/Frankfurter Straße ein Brunnen. Doch so richtiger Platzcharakter und eine angenehme Aufenthaltsqualität will nicht auftreten. Aus diesem Grund wird auch dieser Bereich im Zuge des Freiraumentwicklungskonzepts neu gestaltet. Die Maßnahme erfordert jedoch einige Umstrukturierungen während der Bauphase. „Die einfachste Variante für die ausführende Firma wäre eine Vollsperrung der Baugasse gewesen. Doch dann wäre die Feuerwehrzufahrt für den Mittelbau der Stadtschule nicht mehr gewährleistet gewesen. Aus diesem Grund müssen wir den Bereich zunächst neu strukturieren, bevor die eigentliche Maßnahme beginnen kann“, berichtet Erster Stadtrat Sebastian Wysocki.

Der Brunnen an der unteren Ecke der Baugasse wird zurückgebaut. „Wir benötigen während der gesamten Maßnahme eine Durchfahrtsbreite von mindestens 3,50 Meter für die Feuerwehr. Dies erreichen wir nur, wenn wir den Brunnen zurückbauen, damit die Feuerwehr diesen Bereich befahren kann“, führt Wysocki weiter aus. Hierzu habe eine Begehung mit den Brandschützern stattgefunden.

Während also der eigentliche Straßenteil der Baugasse umgestaltet wird, können Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge auf dem Seitenstreifen fahren. Später wird die Baustelle dann umgelegt und der Seitenstreifen, samt Platz neu gestaltet, die eigentliche Straße wird dann befahrbar sein.

„Um eine Vollsperrung und damit eine Gefährdung zu vermeiden, müssen wir diesen Weg so wählen“, weist der Erste Stadtrat auf die Umstände hin.

Das Freiraumentwicklungskonzept wird in den kommenden Jahren den gesamten Bereich in und um die Frankfurter Straße betreffen und an verschiedenen Stellen für neu gestaltete Plätze und umgestaltete Wege sorgen. Außerdem werden auch die Gehwege in der Frankfurter Straße selbst im Zuge der Gesamtmaßnahme mit neuem Pflaster versehen. „Nach Beendigung der Gesamtmaßnahme werden wir einen Kernstadtbereich haben, der im neuen Glanz erstrahlen und für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen wird“, so Wysocki abschließend.

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Freiraumentwicklungskonzept – Zwischenstand: 24.01.2020:

Aufhübschungskur für Frankfurter beginnt

Startschuss des Freiraumentwicklungskonzepts im Grünen Weg und der Schützenhofstraße

Die Arbeiten zur Umsetzung des Freiraumentwicklungskonzepts in der Frankfurter Straße und den Seitenstraßen haben begonnen. Den Start-schuss hierbei machen der Grüne Weg und die Schützenhofstraße. In den kommenden Wochen sollen hier die Straßenoberflächen neu gestaltet, Plätze angelegt und das Element Wasser gestalterisch eingebaut werden.

„Mit dem nun erfolgten Start der Umsetzung des Freiraumentwicklungs-konzepts beginnt ein Prozess, an dessen Ende die Frankfurter Straße und die Seitenstraßen sowie Stichwege zur Nidda in neuem Glanz erscheinen werden. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Aufenthaltsqualität in der Frankfurter Straße zu steigern und den Menschen, die sich dann hier aufhalten werden, Begegnungsräume zu schaffen“, erklärt Erster Stadtrat und Baudezernent Sebastian Wysocki den Hintergrund der Maßnahmen.

Zunächst werden im Bereich des Grünen Wegs sowie der Schützenhof-straße die Straßenoberflächen neu gestaltet. Zudem werden Platzbereiche angelegt, die später zum Verweilen einladen sollen. „Eine zentrale Rolle bei den Maßnahmen wird auch das Thema ‚Wasser‘ spielen. Bad Vilbel als Stadt der Quellen und Stadt an der Nidda identifiziert sich sehr mit dem Wasser und daher sind wir froh, dass wir dies auch hierbei umset-zen können“, freut sich Wysocki über den Beginn der Umsetzung des Konzepts. Auch in der Baugasse wird das Thema „Wasser“ aufgegriffen und gestalterisch umgesetzt.

Das Freiraumentwicklungskonzept war in den vergangenen Monaten unter Einbeziehung vieler Beteiligter geplant worden. Nun wird ein erster Teil bis zum Hessentag umgesetzt. „Nach dem Hessentag geht es dann weiter und es folgen größere Maßnahmen, wie beispielsweise die komplette Sanierung des Straßenbelags auf der Frankfurter Straße. Nach Fer-tigstellung werden wir im Herzen unserer Stadt eine neue Dimension der Aufenthaltsqualität erreichen“, ist sich Wysocki abschließend sicher, dass das Freiraumentwicklungskonzept ein Gewinn für Bad Vilbel wird.

 

Innenstadt

Die Straßen Markplatz und Frankfurter Straße in Bad Vilbel erstrecken sich parallel zur Nidda und bilden die Haupteinkaufsstraße Bad Vilbels. Sie sind als zentrale Versorgungsbereiche im Flächennutzungsplan des Regionalverbands Frankfurt-Rhein-Main ausgewiesen. Auf einer Länge von fast einem Kilometer versammeln die beiden Straßen verschiedenste Angebote, von inhabergeführten Geschäften, Filialen bekannter Marken, Gesundheitsangeboten bis Gastronomie. Der Großteil der Bestandsbebauung entlang der Straßen Marktplatz und Frankfurter Straße setzt sich aus einer kleinteiligen, heterogenen Siedlungsstruktur zusammen, zum Teil durchsetzt mit Fachwerkhäusern und modernen Neuinterpretationen, die das Stadtbild Bad Vilbels prägen. Typisch sind hier 2-3 geschossige, bisweilen 4-geschossige, Wohnhäuser mit Einzelhandels- und Dienstleistungsflächen im Erdgeschoss, die das sozio-kulturelle und wirtschaftliche Versorgungszentrum der Stadt Bad Vilbel bilden. 

Die Stadt Bad Vilbel möchte mit einer Innenstadtoffensive die Aufenthaltsqualität vor allem für Fußgänger verbessern und die Frankfurter Straße enger mit Nidda-Ufer und Kurbereich vernetzen. Geplant ist die Attraktivierung der Straßen Marktplatz und Frankfurter Straße durch abwechslungsreiche Gliederung von Straßen- und  Platzfolgen sowie einem ‚Funktionsband‘ und neuen Oberflächenbelägen im Bereich der Gehwege und der Stichwege zur Nidda. Die Plätze sollen eine gemeinsame Gestaltung als erkennbare Einheit (Material, Möblierung) und Weiterführung des Belages über den Straßenraum hinweg erhalten, ergänzt durch Sitzmöglichkeiten. 

Am ‚Marktplatz‘, unmittelbar am historischen Rathaus und dem Brunnen- und Bäder-Museum gelegen soll das nördliche ‚Entrée‘ zur Innenstadt entstehen. Die Plätze am ‚Grünen Weg‘ sowie an der ‚Baugasse‘ sollen zum Verweilen einladen und den Besuchern der Innenstadt eine erhöhte Verweilqualität im sonst sehr beengten Straßenraum bieten.  

Weiter sollen die Verbindungen zum Nidda-Uferweg durch eine einheitliche Gestaltung aufgewertet werden. Ziel ist es den Kurpark sowie die geplante neue Stadthalle mit Hotel an die Einkaufsstraße attraktiv anzubinden.  Ausgebildet als Mischverkehrsfläche mit einem einheitlichen asymmetrischen Querschnitt soll die Wiedererkennbarkeit der Verbindungsachsen zum Fluss betont werden. Jedem Besucher soll so optisch signalisiert werden, dass diese Straßen zum Fluss und dem Kurpark führen, 

Zudem soll die Aufenthaltsqualität durch einen neuen Oberflächenbelag auf den Gehwegen erhöht werden. Zugleich soll mit Hilfe eines Funktionsbandes in dem sich Ausstattungselemente, wie z.B. Wassersprudel, Sitzelemente, Papierkörbe, Pflanzkörbe, Informationsstelen etc . wiederfinden, die Aufenthalts- und Verweilqualität merklich erhöht werden und zugleich das Straßenbild in einer einheitlichen Optik gestaltet werden. 

Unterteilt ist die Einzelmaßnahme in drei Bauabschnitte. 

Der erste Abschnitt umfasst die Gestaltung der Plätze ‚Marktplatz‘, ‚Grüner Weg‘ und ‚Baugasse‘, sowie der der Schützenhofstraße. Dieser Bauabschnitt soll bis April 2020 realisiert sein. 

Der zweite Abschnitt umfasst die vier verbleibenden Stichstraßen, der Wiesengasse, Hasengasse, Wasserweg und Schmiedsgasse. Er soll ab Sommer 2020 realisiert werden.

Der dritte Abschnitt wird die bisher nicht attraktivierte Frankfurter Straße umfassen. Hier soll das Funktionsband mit entsprechenden Ausstattungselementen etabliert sowie die Oberflächenbeläge der Gehwege ausgetauscht werden. Dieser Bauabschnitt soll 2021 begonnen werden. 

Die Unterteilung in mehrere Bauabschnitte ist wichtig, da aufgrund des engen Straßenquerschnitts, des hohen Fußgänger- und Verkehrsaufkommens aus logistischen Gründen Teilabschnitte gebildet werden müssen, um auch den Handel nicht über Gebühr durch die Bautätigkeit zu belasten. 

1. Abschnitt:

Marktplatz: Auftakt mit Baumreihe an Brücke, der Fokus soll im Bereich Brunnenmuseum / hist. Rathaus mit Aufenthaltsattraktivität am Brunnen liegen. Der Abbruch bzw. die Umsetzung von Ausstattungselementen wie Telefonzelle, Gitterbänke etc. ermöglicht die Einbindung in das geplante Funktionsband.
Grüner Weg: Etablierung des neuen Aufenthaltsbereichs mit Sitzgelegenheiten (Außengastronomie möglich), Neuordnung der Infrastruktur durch Ergänzung Wasserbecken und eines Elementes fließendes Wasser und Abbruch der vorhandenen Telefonzelle. Ersatz von 7 PKW-Stellplätzen durch ca. 16 Fahrrad-Parker.
Baugasse: Umgestaltung des Brunnens, Berücksichtigung  eines Elementes fließendes Wasser, Reduzierung der PKW-Stellplätze, Schaffung neuer Sitzmöglichkeiten.
Schützenhofstr.: Die Schützenhofstraße soll als Mischverkehrsfläche mittels einheitlichen Regelquerschnitts hergestellt werden. Es soll eine einheitliche Verbindung durch die Gestaltung, später auch mit dem zweiten Bauabschnitt zwischen Frankfurter Straße und Niddaufer geschaffen werden. Die benannte Stichstraße ist durch den angrenzenden Steg eine wichtige Verbindung zwischen Innenstadt und Kurpark.

2. Abschnitt:  

Die verbleibenden Stichstraßen (Wiesengasse, Hasengasse, Schmiedsgasse, Wasserweg) sollen als Mischverkehrsfläche mittels eines einheitlichen Regelquerschnitts hergestellt  werden. Sie bilden ein einheitliches Wiedererkennungsbild der verkehrlichen Anbindung von Frankfurter Straße und Niddaufer.

3. Abschnitt:

Die im Straßenraum vorhandene Infrastruktur soll im „Funktionsband“ konzentriert werden. Ausstattungselemente, wie z.B. Wassersprudel, Sitzelemente, Papierkörbe, Pflanzkörbe, Informationsstelen, Pollern etc. sollen hier konzentriert werden und ein einheitliches Erscheinungsbild gewährleisten. Die Ergänzung von Baumrosten soll eine bessere Nutzbarkeit der Flächen gewährleisten. Auch soll der Belag der Gehwegflächen komplett erneut werden, um gemeinsam mit den Plätzen ein attraktives Erscheinungsbild der zentralen Einkaufsstraße zu gewährleisten umso Handel, Gastronomie und die Aufenthalts- und Verweilqualität für die Besucher und Bewohner zu verbessern. 

Parallel hierzu wird der Niddauferweg auf der linken Flusseite neu gestaltet. Die vorhandene Wegbreite von ca. 1,80m - 2,50m ist für eine gemeinsame Nutzung von Fußgängern und Radfahrern nicht ausreichend breit. Zudem ist die vorhandene Oberfläche teilweise in einem schlechten Zustand bzw. entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen im Sinne der Ebenheit und Barrierefreiheit. Der heutige Weg ist nicht mit barrierefreien Leitelementen ausgestattet. Aufgrund der zentralen Lage außerhalb des öffentlichen Verkehrsnetzes und den direkten Verbindungen zur Frankfurter Straße (Stadtzentrum, Einkaufen etc.) hat der stadtseitige Niddauferweg eine hohe Netzbedeutung innerhalb der Kernstadt. Durch den geplanten Ausbau soll eine deutliche Verbesserung für eine gemeinsame Nutzung des Weges für Fußgänger und Radfahrer geschaffen. Gleichzeitig mit der Verbreiterung des Weges sind auch eine Neuordnung der Grünflächen, eine teilweise Sanierung der angrenzenden Stützmauer sowie die Einrichtung von entsprechenden Aufenthaltsflächen mit Sitzmöglichkeiten, Tischen, Fahrradständern etc. zu Nidda hin vorgesehen.